Que Tal America without Pawa!? (Two Man Sound x Asha Puthli and Say She She)
Shownotes
Folge 81 kommt direkt aus unserer kleinen imaginären Bar: draußen Frühling im Fullswing, drinnen Disco, Funk, Latin-Grooves, Cowbells, Handclaps und zwei Platten, die auf ganz unterschiedliche Weise zeigen, warum Dance Music nie nur Vergangenheit ist. Kirk und Wolfgang springen diesmal zwischen brandneuem feministischen Disco-Funk und belgischem Latin-Disco-Wahnsinn hin und her – mit Nerd-Facts, DJ-Perspektive und genau der richtigen Menge Liebe für Basslines, Percussion und Songs, die sofort Körpertemperatur erzeugen.
WOLF GÆNG bringt einen dieser Tracks mit, bei denen der Dancefloor schon losläuft, bevor der Kopf verstanden hat, was gerade passiert. „Que Tal America" von Two Man Sound klingt nach Rio, New York, Samba, Kellerclub und tropischer Hitzewelle – kommt aber aus Brüssel. Belgischer Latin Disco also, gebaut mit europäischer Studiopräzision, aber voller Cowbell-Eskalation, Handclaps, Bassdruck und diesem Gitarren-Lick, das sofort kleben bleibt.
Dazu gibt’s die komplette Nerd-Schleife: Two Man Sound waren trotz Namen ein Trio, Lou Deprijck war tief in belgischer Popgeschichte verankert, das Intro hat seine Wurzeln in einer B-Seite, und später wurde der Track immer wieder von House-, Edit- und Disco-Heads aufgegriffen. Kein Wunder: Diese Platte ist funktional, überraschend, leicht schräg und euphorisch monoton im besten Sinne. Eine belgische Samba-Fantasie, die man mitten im Set zündet – und plötzlich ist der ganze Raum wach.
Kirk springt mit „Pawa!“ direkt ins Jetzt – und landet trotzdem tief in der Disco-Geschichte. Asha Puthli, diese unfassbare Stimme zwischen indischer Klassik, Free Jazz, Avantgarde, Glamour und Clubkultur, trifft auf Say She She und deren modernen Discodelic Soul. Das Ergebnis fühlt sich an wie ein Generationenhandshake unter der Diskokugel: nicht Retro-Kulisse, sondern lebendige Transformation.
Der Track kommt mit echter Band-Energie, runder Bassline, glitzernden Keys, Gitarren, Tambourine, Bongos und dreistimmigen Harmonien, die nicht einfach dekorieren, sondern antworten. Asha startet fast beschwörend, Say She She tragen die Energie weiter, und plötzlich steht da ein feministischer Disco-Funk-Anthem über Power, Zusammenhalt und weibliche Stärke. Frisch, warm, historisch aufgeladen und komplett dancefloorbereit. Legends don’t retire – they reload.
Transkript anzeigen
00:00:02: Herzlich willkommen
00:00:02: zum
00:00:02: The Disco Dudes Podcast, eurem allfreitaglichen
00:00:07: Lieblings-Podcast zu Disco
00:00:13: und mit Wulfgang
00:00:15: Hase und Kirk Dance.
00:00:28: Hallo und herzlich Willkommen auch in diesem Freitag in unserer wunderbaren kleinen Bar, in der wir Disco-Dudes spielen und für euch wunderbare Stücke bereithalten!
00:00:39: Genau zwei Stück?
00:00:40: Lieber
00:00:41: Kirk du hast eins dabei und ich dir Wurfgang aus Karlsruhe das andere Kirk, wie geht's dir am heutigen wunderbaren Freitag?
00:00:50: Ja... Der Frühling ist im Full Swing möchte ich meinen.
00:00:55: Das Wetter ist fantastisch!
00:00:57: Die Seelen strahlen die Herzen gehen auf und die Musik trönt.
00:01:01: was will man mehr?
00:01:03: Oh das ist aber eine gute Voraussetzung für eine freudige Sendung.
00:01:06: Ich bin heute ein bisschen gestresst.
00:01:08: wundet euch nicht wenn ich irgendwie hektisch wirke.
00:01:11: bei mir prasselt gerade einiges rein Aber das werden wir im Laufe des Gesprächs schon hinkriegen.
00:01:15: Kurt, du bist heute der mit dem ersten Song.
00:01:17: Was hast Du uns denn wunderbares aus Deiner Zauberplattenkiste mitgebracht?
00:01:23: Ja!
00:01:24: Heute geht's bei mir... mit einem weiten Zeitsprung aus den End-Siebzigern, Anfang-Achzigern die wir ja sonst eher so im Fokus haben.
00:01:34: Ins Heute!
00:01:35: Nämlich just in den April diesen Jahres.
00:01:37: zwei tausend sechsundzwanzig um einen dieser Tracks bei denen man nach fünf Sekunden denkt okay hier passiert gerade nicht nur Retro Hier trifft echte Geschichte auf Gegenwart.
00:01:51: der Titel heißt Power geschrieben aber P-A-WR mit Ausrufezeichen.
00:01:58: Power kommt von der fantastischen Asha Putli und den tollen Tsai Shishi und erschienen auf Naya Beat Records.
00:02:08: Power nicht als klassische Seveninch, sondern vornehmlich als Digital Release und in einer kleinen Auflage als Twelve Inch IP mit der Originalversion und vier Remixes also klarer Fall für die DJ Bag.
00:02:23: Auf der EP sind neben dem Original gleich mehrere Bearbeitungen von den von mir so geliebten Crazy Pea und ein Remix von Boyz Shorts drauf.
00:02:33: Und genau das passt, dieser Song will nicht nur gehört werden er will betanzt werden auf dem Dancer.
00:02:40: Asha Putli ist natürlich nicht einfach irgendein Name.
00:02:45: sie ist eine dieser Figuren bei denen man fast ein bisschen erfürchtig wird Geboren in Mumbai, heute Mumbai.
00:02:53: Geschult in indischer klassischer Musik verliebt in Jazz und später dann in New York gelandet und dann direkt in einer Welt zwischen Avangard, Glamour, Free Jazz, Disco- und Clubkultur.
00:03:06: John Hammond der auch Leute wie Billie Holiday, Bob Dylan und Bruce Springsteen gefördert hat brachte sie in den frühen siebziger Jahren mit Onette Coalman zusammen Und auf Coleman Album, Science Fiction sang sie dann auf Stücken wie What's Reason Could I Gift and All My Life?
00:03:26: Das ist schon wild.
00:03:27: Asha kommt aus Indien bringt diese andere lokale Färbung mit und landet mitten im amerikanischen Free Jazz Cosmos Irre wie ich finde.
00:03:37: Später wurde sie für viele Disco und Rare-Groove-Heads, vor allem durch den exzeptionellen Titel Space Talk zur Kultfigur.
00:03:46: Dieser Track lief bei David Mancuso's Loft und wurde später von Hip Hop Artists und Produzenten wieder entdeckt.
00:03:54: Biggie, Diddy, Fifty Cent, The Far Side, Aschers Stimme und ihre Atmosphäre sind tief in der Samplingkultur angekommen.
00:04:02: In Deutschland gibt es noch einen schönen Nerdfact die Fantastischen Fier haben für ihren Mega-Pop-Hit Dida ihre Version von Write Down hier gesimpelt.
00:04:12: Asha ist also so eine Künstlerin, die nicht immer grellen Mainstream lichtstand, ihre DNA aber unfassbar vielen Ecken der Popkultur und Klubgeschichte auftaucht.
00:04:24: Und jetzt kommt dieses Ding Power mit Say Shishi!
00:04:28: Das ist eigentlich schon... Fast zu schön, um wahrzusehen.
00:04:32: Das ist ein Cast bzw.
00:04:34: kooperierte Fügung.
00:04:35: Seishishi, dieses New Yorker bzw.
00:04:38: New York Londoner verwurzelte Trio Und Pia Malik, Sabrina Cunningham und Nia Gerseld-Rown steht für diesen modernen Disco Delix Soul.
00:04:48: Drei stimmige Harmonien, Funk-Ros politisches Bewusstsein, klarer moralischer Kompass.
00:04:54: viel Verehrung für die Band Schick aber nie bloß musial retro Orientierung sondern Transport, Transformation und Übersetzung von Soul, Funk & Disco DNA ins Jetzt.
00:05:06: Das ausgerechnet sie Mit Ascha zusammenkommen fühlt sich an wie ein wohliger und auch ausstehender Generationen-Handshake unter der Disco Kugel, der sich komplett real anfühlt.
00:05:20: Aufgenommen wurde Power In England, in den Teilhausstudios in Denham also im Studioumfeld von Mike Oldfield.
00:05:29: Yes!
00:05:30: Der Tughula-Beltz, Mike Old Field.
00:05:33: Dabei waren Musiker aus dem Oregon Cosmos Sergio Rios an der Gitarre Dale Jennings und Bass Daniel Hasty an den Keys & Synths und Samuel Hartmann an den Drums und Bongos Dazu Sabrina Cunningham on the Tambourine.
00:05:49: Das hört man den Track an.
00:05:50: Das Ding ist nicht steril programmiert, das Atmet Band.
00:05:55: Musikalisch ist Power ein strahlender Disco-Funktrack über die weibliche Stärke, Zusammenhalt und kollektive Energie.
00:06:02: Asha startet mit Spoken Word dann hebt ihre Stimme in dieses schwebende Fall Setup während Seishi Shih mit ihren dreistimmigen Harmonien antworten.
00:06:13: Es ist also nicht einfach ein Feature Vocal plus Backgrounds.
00:06:17: es ist Call and Response Mentorin und neue Generation, Erfahrung und Gegenwart.
00:06:23: Untenrum schiebt eine schöne runde Bassline Die Rhythm Section sitzt tight Und darüber glitzern Gitarre Keys und diese Vocals die den Track sofort größer machen als nur Neue Disco-Single.
00:06:36: Lasst uns reinhören.
00:06:38: Asha Putli mit Seishi
00:06:39: Shi und Power
00:09:11: Unfassbar und hat manchmal im Gespräch, in dieser Diskussion.
00:09:16: so eine Musik wie damals wird heute gar nicht mehr produziert.
00:09:19: Dann kommen die mit den Dingen um die Ecke und man fühlt sich komplett wieder in die Anfang-Achziger ein Siebziger transportiert.
00:09:26: Und fassbar!
00:09:27: Das Ding hat mich sofort gekickt.
00:09:29: Mein liebster Wolfgang Brett oder?
00:09:32: unglaublich samt und seide in der stimme.
00:09:34: eine blitzsaubere produktion die auch aus dieser zeit sein könnte.
00:09:38: klar erkennt man das soundscape eines instrumentes dass es von heute ist aber auch des orange more der aufbau des songs das könnte originale ende siebziger sein.
00:09:45: asha puttli ja e fantastische künstlerin.
00:09:48: ich als schwabe bin natürlich den fantastischen vier nach auf sie gekommen mit ihrer version von write down hier von jj kale im original Aber auch das ganze Album, auf dem Space Talk drauf war.
00:09:57: Das ist ja auch so sehr beliebt und berühmt wurde The Devil is Loose mit diesem wunderschönen Cover in dem sie in seinem ganz weißen Kleid wie ein Engel dasteht.
00:10:05: Wunderbar zu sehen dass sie offensichtlich immer noch Musik macht mit Menschen zusammen Und mit Crazy Pea hat sich da natürlich einen erwischt der genau das Gefühl dafür hat jemandem der nach siebziger Klingen will Nach zwanzig sechsundzwanzig zu holen das alles so originär zu lassen Wie es braucht und dann aber trotzdem den letzten Life des neuen Sounds und des neuen Groves mit draufzubauen.
00:10:26: Wunderwunderschöne Nummer, schön dass die das rausbringen.
00:10:29: heute so!
00:10:29: Das macht einem richtig Freude als Disco- und Buggy Lover
00:10:33: Auf jeden Fall.
00:10:34: Und zur Samples und Cover Version von PowerSales habe ich natürlich aktuell keine belastbaren Hinweise gefunden falls das Ding so absolut neu ist.
00:10:45: Was es gibt, sind die offiziellen Remixes.
00:10:47: Und da nochmal kurz erwähnt, die auch wirklich Sinn ergeben.
00:10:50: Crazy Pete ziehen den Track in Richtung Die Powers, Vocal Dub und Disco Dub Boys Shorts denen ihnen eine balearische Richtung.
00:10:59: aber der Kern bleibt eben die Botschaft Power to the People, Power To The Woman.
00:11:03: und ganz ehrlich wenn Asha Portley mit über Achtzig noch so lässig ihren feministischen Disco-Funk Anthem raushaut, dann kann man nur sagen Legends Don't Retire They Reload.
00:11:17: Wolfgang!
00:11:18: Du hast auch – ich habe schon vorher gespinkst in unseren Ordner – einen sehr super Track dabei den wir beide schon sehr oft Roffen runtergespielt haben und extreme Feierei mit ausgelöst haben.
00:11:31: Magst du das?
00:11:32: Einholen und auflösen
00:11:34: Absolut, absolut.
00:11:35: Also ich rate euch allen samt als allererstes mal um zu verstehen wie DJs denn so ticken.
00:11:40: Zu diesem Song eine unserer ersten Folgen anzuhören in der ich Street Player präsentiert habe und dann den ganzen Song Street Player noch einmal anzujöhnen.
00:11:46: da kommt dann so ein Latin Part Und in diesen Latin-Part kann man das Intro von dem Song, den ich mitgebracht hab perfekt reinmixen und man hat einen wunderbar komisch spülstigen Discoübergang der sich dann Richtung Samba dreht.
00:12:00: Manchmal klingt Disco irgendwie, als wäre es in Rio und in einem verschwitzten Kellerclub in New York gleichzeitig entstanden.
00:12:08: Ketal America von Two Man's Sound heißt genau so ein Fall!
00:12:13: Ein belgischer Latin-Discuit Track der sich anfühlt wie eine Postkarte aus den Tropen aber mit europäische Studioprezision gebaut Mit reißender Basslauf Cowbell Kongas Handclaps, also gleich beides was wir lieben Cowbells und Handclapse in richtig Full Force ganz weit vorne mit ein bisschen Gläser oben dabei.
00:12:31: Und einem unwiderstehlichen hypnotischen Grup der euch ganz ohne Erlaubnis direkt auf die Tanzfläche schubst.
00:12:37: Da habt ihr gar keine Chance!
00:12:39: Jeder im Raum ist überzeugt.
00:12:40: erstmal dieser Song muss aus Brasilien oder aus Südamerika kommen.
00:12:44: Das ist doch Rio?
00:12:45: Auf gar keinen Fall.
00:12:46: das ist Samba und Disco in einem aus Brüssel.
00:12:50: Keiner hätte damit gerechnet dass so ein Track aus Europa kommen kann aus Belgien, genau genommen aus dem Land des Regens der Pralinen und das politischen Dauercaus.
00:12:59: Und genau um diesen Song geht es uns heute und wir steigen mal ein bisschen ein in die eine oder andere Anekdote und Information zu diesem Song.
00:13:08: Tumentsound sind ein Trio, die aus Brüssel kamen und trotz ihres Namen ist Tumendsound waren sie eben ein Triot.
00:13:14: Lou de Prick, Sylvain Van Holm und Yvonne beziehungsweise Yves Longcomble auch genannt Pipu.
00:13:23: Ende der Siebziger bewegen sie sich mit einem sehr eigenen europäischen Diskoraum in Samba, Bosserfeeling, Pophandwerk und Clubgroove den sie miteinander verschmelzen innerhalb von einem Album.
00:13:33: Kital-Amerikan erscheint eintenzebzig auf dem europäischen Markt und noch viel wichtiger dann im US als Twelfthinch, neunzehntenneunundsiebzig Auf JDC Records und hat mit dem längeren, der längere Version natürlich auch Einzug in die Einschlägigen Clubs in Amerika erhalten.
00:13:49: In Großbritannien lief der Track über Miracle und schaffte erst neunzehntneunundsiebzig sogar auf Platz seventy-sech, der offiziellen Single Charts – was für diese Art von Sound.
00:13:59: schon ganz schön Erstaunliches für Europäer!
00:14:01: Die Menschen hinter Kitala Amerika sind fast genauso spannend wie der Groove selbst.
00:14:05: Der zentrale Name ist nämlich Lou Dibrik Basist, Songwriter, Produzent und einer der Schillantenköpfe der belgischen Popgeschichte.
00:14:14: In den Release-Daten wird er als Writer beziehungsweise Komposer von Kettel Amerika geführt, während Ronald Clujer als Produzent auftaucht.
00:14:22: De Brick kam aus Laissans in Wallonien aber der zunächst als belgischer Beamter bei der Telefonverwaltung und trat im Laufe seiner Karriere unter verschiedenen Pseudonymen auf.
00:14:31: Gemeinsam mit Yvain Lacomblee.
00:14:34: Alia Pipou schrieb ja die Plastik für den internationalen Hit Saplan Bourmois kennen die eher so punkige Pop-Geschichte gerne mögen, das ist ein sehr rapider lustiger europäischer Punksong.
00:14:48: Den packen wir euch natürlich auch mit in die Playlist auch wenn er nicht zu unseren originären Sounds gehört.
00:14:52: aber der ist so lustig und gleichzeitig so danceable.
00:14:55: den nehmen wir mit auf denn findet ihr dann in unserer Playlist auf Spotify oder auf iTunes Music.
00:15:00: Debrick war dort auch als Produzent beteiligt, die Frage wer auf der Originalaufdame tatsächlich singt, wurde öffentlich und juristisch diskutiert und man hat es aber nicht rausgefunden.
00:15:10: da blieb man ein wenig im Ungewissen.
00:15:13: Neben Tumentsound war die Brick auch mit Lou an der Hollywood Bananas erfolgreich, einer belgischen Formation, mit der er in mehreren europäischen Ländern bekannt wurde.
00:15:27: Er hört, wie selbstverständlich die Prig karibische und probische Klangfarben in europäischer Proproduktion übersetzte.
00:15:34: Und auch sein Interesse zeigt.
00:15:35: er war nämlich seit seines Lebens gerade an Reggae extrem interessiert und hat das dann auch übersetzt in das latinische und das brasilianische Wasser da in seinen Disco mit reingebracht hat.
00:15:46: Kitail American ist der Höhepunkt einer Entwicklung der drei Musiker, die da aufeinander zugearbeitet haben.
00:15:51: Und der Ursprung liegt, wer hätte das gedacht in einer B-Seite?
00:15:54: In die Art von Beeside.
00:15:55: In den Art von BEESIDE veröffentlichte Debrick unter dem Pseudonym Ramsis Ballet auch eine sehr geile Bandname wie ich finde.
00:16:02: Eine Karo Version von dem sehr berühmten Channel von Richmond Song Egyptian Reggae.
00:16:07: Das packen wir euch vielleicht auch noch mit den Diplos auch wenn das auch wieder abseitig ist für unseren Sound.
00:16:13: Die B Seite hieß Ramsis Theme und genau aus diesem Thema haben sie dann später das Intro beziehungsweise das Grundblick für Ketal Amerikanen gebaut.
00:16:22: Das Intro ist so catchy und direkt auf einen Dancefloor führend, und es wird Zeit dass wir jetzt in den Song mal rein hören.
00:16:29: Macht euch auf einen starken Gitarren-Einsatz, auf ordentlich Percussion und eine Fatty Bassline gefasst!
00:16:35: Hier kommen Ketall Amerikan Two Main Sounds aus der Mitte von Brüssel.
00:18:46: Habt ihr schonmal so laut Cowbirds auf dem rechten Kanal soweit vorne gemixt gehört bei irgendeinem Discojack?
00:18:52: also ich nicht Kirk?
00:18:54: Wie siehst du das?
00:18:55: Ist es nicht ein percussives Meisterwerk und auch ein Spaß mit einer gewissen Ebonie der Belgischen Samba, dass uns da Wieder fährt?
00:19:03: Das stimmt alles an dem Track und Motto More Cowbells.
00:19:07: Also das treibt so nach vorne, besonders mit dem Gitarren-Lick.
00:19:10: Das Ding ist ja auch ohne Ende verbaut worden aber es ist halt auch wirklich ein Partykracher.
00:19:15: und wenn ich daran zurückdenke wie oft alleine wir das Ding schon zusammen gezockt haben... ...das ist absolut hundert Prozent funktional!
00:19:21: Es gibt kaum einen Track der mehr einfach in den Moment, wenn er kommt.
00:19:24: man muss ihn natürlich auch schon irgendwie richtig einbetten.
00:19:27: direkt von vorne weg funktioniert das Ding nicht.
00:19:29: Aber mitten in so einem schönen Dance Set als Überraschung Das funktioniert halt einfach immer gut und die Percussion stimmt, der Gesang stimmt.
00:19:36: Und eigentlich auch wirklich unfassbar das Ding aus Europa kommt!
00:19:40: Man hat irgendwie das Gefühl dass muss wirklich von den absolut krassesten Lettentypen gemacht worden sein.
00:19:46: was ich allerdings finde ist man hört leicht den europäischen wenn nicht sogar den belgischen und da gibt es ja auch wieder krasse Verwurzungen und Verknüpfungen Die belgische Jazz Szene ein wenig drin im leichten Spiel.
00:19:58: Es hat schon so Jazz Anleihen
00:20:01: Das finde ich auch, es macht das ganz gut.
00:20:03: Auch die Bläser kommen da leicht aber nicht nur mit den Haupttönen und bekommen sehr dezent dabei.
00:20:09: Die Cober lässt ja kaum Platz für irgendwas anderes.
00:20:11: Was man dem Ganzen wirklich anhört wenn man's weiß ist die Verwandtschaft zu Egyptian Raggy nämlich also dass das ein vorbildendes Musikstück war, dass sich diese Kombo drauf geschafft hat bevor sie in diesen Latin Drive reingegangen sind.
00:20:24: Von vorne reinkommt dieses Gitarren-Riff und macht das irgendwie auch schon klar.
00:20:27: Und das war natürlich auch ein Auslöser, du hast ja schon gesagt für Sampling & Editing eine ganze Menge sogar!
00:20:33: Und zwar... Da wurde eine zwölf-inch Remix gemacht und die wiederum setzte auf, auf dem was Pete Waterman in den neunzehnten Seventys schon als Maxi rausgebracht hatte.
00:20:46: Dimitri von Paris hat zwanzig vierundzwanzig nochmal einen nachgelegt und Saibs Del Flee auch ein Großmeister aus Dos Ombres Sonido hat einen Edit angefertigt der die Bassline die Percussion und diesen ganzen Latin Disco Motor hat laufen lassen.
00:21:01: Das größte allerdings, was passiert ist, dass die Ministers de la Funk mit Jocelyn Brown das Ding zu einem richtigen Hausklassiker gemacht haben.
00:21:11: Mit Something hier und da ist das Ding so richtig auch nochmal rausgeschossen und allen direkt bekannt geworden oder man auf jeden Fall direkt noch mal drauf geguckt.
00:21:21: Ich rate bei dem Stück immer dazu und das ist was, was zu den uns beiden gilt.
00:21:25: Wenn man die lange Version davon hat dich hinten rauslaufen zu lassen weil dieses Mann trische sich wiederholende Disco-Element Das macht hinten raus über die Monotonie.
00:21:33: richtig klasse Euphorie.
00:21:35: In Belgien gebaut, lateinamerikanisch imaginiert, britisch gechartet, später von Hausleuten wiederentdeckt.
00:21:41: Von uns viel und oft und geliebt gespielt.
00:21:43: Genau solche Platten machen Disco irgendwie faszinierend wenn es mal nicht aus den Hauptstädten oder von den Hauptproduzenten aus New York oder aus Philadelphia zum Beispiel herrührt.
00:21:53: was wir euch so präsentieren können Das war belgischer Disco!
00:21:58: Ja, Amerika geht ja gerade nicht so gut.
00:22:00: Aber wir feiern den Track und das Wochenende steht vor der Tür.
00:22:04: Und was gibt es zum Wochenende?
00:22:07: Viel Musik und ganz viel
00:22:09: Tanz!
00:22:09: Und noch viel mehr Liebe natürlich.
00:22:13: Vielen Dank dass ihr auch diese Woche dabei wart.
00:22:15: Wir freuen uns über jeden der uns auch nächste Woche wieder klickt.
00:22:19: Bye-bye.