Don’t Leave Me This Way 'cause I’ve Got That Boogie Fever (Thelma Houston x Carl Carlton)
Shownotes
In Folge No. 85 wird’s direkt gefährlich infektiös: Boogie-Fieber, Disco-Euphorie und zwei Tracks, die nicht einfach nur laufen, sondern den Barhocker unter einem wegziehen. Kirk und Wolfgang graben sich durch Detroit, Philly, Motown, LA-Session-Magie und diese ganz besondere Zone, in der Groove nicht hetzt, aber trotzdem alles nach vorne schiebt. Es geht um unterschätzte Album-Perlen, große Stimmen, legendäre Musiker im Maschinenraum und Songs, die mehr können als nur „funktionieren“: Sie erzählen Musikgeschichte mit ordentlich Dancefloor-Druck.
** WOLF GÆNG** zieht Thelma Houstons „Don’t Leave Me This Way“ aus dem Regal – und damit einen Disco-Monolithen mit Soul-Herz, Gospel-Glut und maximaler Club-Schubkraft. Vom Philly-Soul-Ursprung bei Harold Melvin & The Blue Notes über Motowns LA-Disco-Übersetzung bis zur queeren Hymnen-Aufladung spannt er den ganz großen Bogen. Im Zentrum: Thelmas Stimme, dieses fragile Intro, der explodierende Refrain und James Gatsons unfassbar tighter Pocket-Groove. Nerd-Level: hoch. Gänsehaut-Level: noch höher.
Kirk bringt mit Carl Carltons „I’ve Got That Boogie Fever“ genau das mit, was eigentlich als alternativer Podcast-Titel durchgehen könnte. Versteckt im Schatten von „She’s a Bad Mama Jammer“, aber mindestens genauso heiß, groovt der Track durch Leon-Haywood-Produktion, Stevie-Wonder-Vibes, Clavinet-Funk und ein BPM-Fenster, das gemütlich schiebt, statt nervös zu rennen. Ein Song für alle, die wissen: Die besten Boogie-Bretter stehen oft nicht vorne im Schaufenster, sondern warten im Album-Deep-Cut-Nebel darauf, endlich wieder den Dancefloor anzuzünden.
Hier ein paar Links mit unserem Zeug – für alle die ein wenig neugieriger sind: The Disco Dudes Instagram The Disco Dudes Mixtapes The Disco Dudes Playlist auf Spotify The Disco Dudes Playlist auf apple Music The Disco Dudes Podcast auf apple Podcasts
Transkript anzeigen
00:00:02: Herzlich willkommen zum
00:00:02: The Disco Dudes Podcast,
00:00:05: eurem allfreitaglichen Lieblings-Podcast zu
00:00:12: disco und mit Wulfgang
00:00:15: Hase und Kirk Dance.
00:00:29: Hallo und herzlich Willkommen zu einer weiteren Ausgabe des THE DISCO Dudes podcast!
00:00:34: Eure alfreitägliche Lieblins Audio Postelle zum Thema Boogie Funk Disco House Music und alles was Soulful und Funky gut tanzbar ist präsentiert von den beiden Disco-Dudes.
00:00:44: Das ist zum einen der liebe Kirk, dort in Köln.
00:00:48: Hallo Kirk!
00:00:49: Wolfgang, wie geht's dir da in Karlsruhe?
00:00:52: Mir geht es gut.
00:00:53: Also der zweite genau das bin ich der Wolfgang.
00:00:56: Es geht gut!
00:00:57: Es ist einerseits kalt andererseits sonnig damit dass Wetter wieder abgehakt wäre.
00:01:00: aber der Frühling ist spürbar da.
00:01:02: Der Geburtstag ist in Sack und Tüten.
00:01:04: jetzt kann also ein weiteres Jahr weitergehen.
00:01:06: Ich bin frisch poliert für ein schönes Lebensjahr mit Wahnsinn.
00:01:09: viel gute Musik.
00:01:11: So zwei Songs haben wir uns wie immer ausgesucht Und du bist heute der der als erster seine Song präsentiert.
00:01:17: Was hast Du uns denn hervor...?
00:01:18: Das aus deiner DJ-Plattentasche oder auch aus dem digitalen Köcher und deinen Lieblingsmusik Arsenal mitgebracht heute für den freitaglichen Dance.
00:01:32: Ich habe heute einen Track dabei, der so ein bisschen unter dem großen Schocken anderer Titel auf einer wie ich finde wirklich sehr großen Platte steht.
00:01:42: es geht um ein Titel der eigentlich unseren Antrieb für diesen Podcast mal maximal auf den Punkt bringt und als sehr spitze Formulierung sozusagen auch ein eigener Podcast-Name sein könnte.
00:01:55: I've Got That Buggy Fever von Karl Carton, erschien in one hundred eighty auf der selbst betitelten LP Karl Cartons by Twenty Century Fox Records.
00:02:07: Auf dem Album findet man natürlich auch seinen Absoluten Boogie Funk, Super Hit.
00:02:13: She's a bad Mamma Jammer oder schöne Komposition wie Sexy Lady oder die ergreifende Ballade This Feeling Rates Extra.
00:02:24: Die komplette Platte ist wirklich zu empfehlen keine Ausfälle von vorne bis hinten ein, würde ich sagen Meilenstein Moment der Undergroundic ist und den man kennen sollte als Boogie Fan Besonders wenn man auf Stevie Wonder steht, denn Carlton's Taumbre und seine Art zu singen erinnern schon sehr an Stevie.
00:02:44: Carltons Stimme war so nahe an Stevie Wonders Stimme dass manche seine Hits wie Everlasting Love oder She's a Bad Mama Jammer sogar als ganze alten zeitweißige Aufnahmen von Stevie wonder hielten.
00:02:56: Karl Carlton kommt aus Detroit und wurde geboren als Carlton Hudgens.
00:03:02: Seine Karriere beginnt schon in den frühen Sächsigern als Little Car-Karten, ein Name der nicht zufällig an Little Stevie Wonder erinnert.
00:03:13: Seine früher Entdeckungsgeschichte ließ sich fast wie ein Soulmärschchen Karten soll als Junge auf einem freien Grundstück Baseball gespielt und dabei gesungen haben.
00:03:24: eine Nachbarin dachte da läuft wohl ein Radio Als klar war, ne ne dat is der Junge selbst.
00:03:31: Ging die Sache in Richtung erste Plattenaufnahmen durch Empfehlungen.
00:03:36: Na das ist doch genau der Stoff aus dem so schöne Musikgeschichten und Soul-Karrieren gebaut sind.
00:03:44: Sein erster richtig großer Popmoment kam in den letzten Jahren mit Everlasting Love.
00:03:50: Einer disco souligen Version des Robert Knight Klassikers.
00:03:54: aber für unsere Funk, Boogie & Disco Welt wird in Lingen Haywood ins Spiel, den wir ja auch schon öfters hatten.
00:04:04: Sänger, Produzent, Songwriter, Keyboardmann – später dann sehr wichtig für die Hip Hop-Geschichtsbücher weil sein I wanna do something freaky to you Die DNA von Dr.
00:04:16: Dre und Snoop Dogg's Nothing but a G-Thang.
00:04:20: mit Prakt Haywood holt Carlton nach mäßigem Erfolg zurück ins Rennen schreibt und produziert für ihn unplötzlich Steta, She's a Bad Mama Gemma und wird gremienominiert zum Club-Klassiker & DJ Playlist Dauerbrenner.
00:04:38: Und genau auf dieser LP, auf der She's A Bad Mama Gema veröffentlicht wurde liegt eben der für mich viel energetischerer, wichtigerer und auch Dancefloor kompatibelere Track I've Got That Buggy Fever geschrieben und produziert ebenfalls von Leon Haywood.
00:04:55: Musikalisch ist das kein Song, der sich verkopft oder hochanspruchsvoll vor allem als musikalisches Manifest aufbaut.
00:05:04: Das ist eher Doors Open, Lights On, Disco Kugel in Full Effect und alle auf den Dancefloor jetzt weil anders geht es auch nicht Hoch ansteckender Groove, ähnlich wie dem von Jocelyn Brown's Somebody Else's Guy oder Cheryl Lynn's Got To Be Real oder In A Life's Moment Of My Life oder Johnny Gitarre Watson's Come On And Dance With Me.
00:05:28: die sich somit auch wirklich sehr gut in einen Guss mixen lassen und den gleichen Vibe- und die gleiche Energie verbreiten.
00:05:35: Der Track oszilliert.
00:05:36: Dynamik zwischen hundertdreizehn und hundertfünfzehnt BPM, also genau in diesem gemütlich treibende Buggyfenster wo nichts setzt aber alles trotzdem ordentlich schiebt.
00:05:46: Harmonisch bewegt er sich im fankigen Kreislauf um Emajor sieben R Major Sieben A sieben und E moll.
00:05:55: Nicht kompliziert, aber sehr effektiv und genau darum geht's.
00:05:59: Wiederholung, Kontrolle der Körper, Call & Response.
00:06:03: Und diese Aufforderungen kommen runter von Barhoka.
00:06:06: Dance with me.
00:06:07: und genau das machen wir jetzt.
00:06:09: Wir hören rein in I've Got That Buggy Fever von Karl Kauten.
00:06:57: So nice ist
00:08:45: was ein Buggy-Brett, also diese unmittelbare Aufforderung zum Tanzen.
00:08:53: Wolfgang wohin schiebt dich das Song?
00:08:55: Bleibst du auf dem Barhocker oder katapultiert er dich auch auf den Dancefloor?
00:09:00: Ich bin gerade wieder zurück am Mikromoment mal... Okay, ich muss dich hier rumtanzen ging leider gar nicht anders.
00:09:05: Also von vielen was du vorhin erzählt hast, entdecke ich genau die Bausteine drin und von daher gehe ich darauf nochmal kurz ein.
00:09:11: also got to be real.
00:09:12: zum Beispiel Die Art wie dort Schlagzeug gespielt wird und wie der Groove entsteht da gibt es einen ganz besonderen Fakt Und man merkt dass die Dinger sehr gut zusammen gehören und man auch sie sehr gut ineinander mixen kann weil man aus meiner Sicht zumindest einen Drama in den anderen Drama nämlich beides mal James Gaitten Mixen kann.
00:09:29: wer auf beiden Platten gespielt hat Ich weiß gar nicht ganz hundert Prozent Ich glaube, auf der Studio-Session zu der LP von Karl Karten haben zwei Drummer gespielt.
00:09:35: Aber er war auf jeden Fall mit im Studio und das meiste hat er gespielt!
00:09:38: Auf jeden Fall hört sich der Drum Sound aber auch das dezente Funky sehr passende Spiel.
00:09:43: Im Hintergrund bleiben dabei alles zusammenklebend wie eine große Tube-It.
00:09:46: Up-Pathetics ist ein faszinierendes Etwas.
00:09:48: Dann hören wir natürlich Stevie Wonder raus, dass Clavinet soweit nach vorne produziert, mit dem Synthesizer im Bass zusammen und die Stimme.
00:09:55: Das ist schon auch ein guter Versuch in einem Soundscape zu landen, dass ähnlich dem von Stevie zu dieser Zeit ist Wenn ihr euch den Song anhört, denn wir schon in Folge fifty-six.
00:10:09: den er selber produziert und selber auch aufgenommen hat.
00:10:12: Und euch da die Bläser, und das mal kannte... wada-da dab!
00:10:14: Wada-dab!
00:10:15: Dieses schöne knackige kurze Funkybläserzeug auf dem Synth anhört.
00:10:19: Das ist natürlich absolut super verwandt.
00:10:21: Von daher hat Kark Harten einerseits Glück so ein geiles Umfeld und Inspiration zu haben aber es ist natürlich ein fantastischer Künstler.
00:10:26: Auch der Ausdruck mit dem er das singt?
00:10:28: Das ist irgendwie einerseits sexy trotzdem laidback und hat genau diese Discofunk Buggy Note Die ich wahnsinnig lieb aus dieser Zeit oder die wir beide auch wahnsinn nicht lieben Und dies zum Auflegen auch so dankbar macht, weil man eben nicht Geschwindigkeit braucht um Euphorie oder Spannung im Publikum erzeugen zu können.
00:10:45: Also eine Zehn von zehn von mir für K-Karten und diesen wunderbaren Song.
00:10:49: Bei Samples Covers & Remakes ist die Geschichte um diesen Song interessanterweise sehr viel leiser als bei She's a Bad Mamma.
00:10:58: Gemma Boogie Fever kenne ich keinen belastbaren Verwendeten in Hip-Hop oder Hausproduktion.
00:11:05: Klärte uns gerne darüber auf, wenn ihr irgendwas entdeckt oder vermeintlich erkennt.
00:11:11: wir sind für alles offen recherchieren das gerne nach und sind vor allen Dingen dann auch gerne bereit Samples oder die Stücke anzuhören wie ihr uns dann credenzt wo dieser Song vermeintliche verwendet wurde.
00:11:23: und was würden wir sehr gerne nach recherchiren und das interessiert es natürlich sehr.
00:11:27: Auch kein berühmtes Remake oder keine Coverversion ist mir persönlich bekannt.
00:11:32: Das macht den Song für mich... Wirklich interessant und charmant, I've Got That Boogie Feeling muss man eben entdecken.
00:11:39: Den hat eben kaum jemand auf der Kette.
00:11:41: Es ist der Track, der läuft wenn die richtigen Leute schon im Raum sind Rundmerken dass sie den Song irgendwie kennen Aber dann auch eben nicht.
00:11:49: Und das passt jetzt zu der Ausführung von mir.
00:11:51: eben wo es ging Das ist wahrscheinlich den Musikern geschuldet und der Machart ähnlicher Tracks Devi Wonder Vibes Auf Boogie Funk übersetzt Leon Hayward am Steuer Kalkautnermikro, Nineteinundachtig.
00:12:04: Kurz bevor sich Disco fang und bogey endgültige in Richtung ATIS R&B verschieben.
00:12:08: Ein Stück für alle die beim Platten hören nicht nur auf die Hits fokussiert sind sondern wissen manchmal sind es eben Die besten Songs die man nicht schnell entdeckt Sondern überhört und der einen erst reifen müssen.
00:12:22: wie ein guter Wein im Weinkeller Guter Wein im Weinkeller da haben wir ja was gemeinsam.
00:12:30: Das ein oder andere Tropfchen genießen wir da gerne mal, wie die einen oder anderen guten Tracks wir gemeinsam genießen.
00:12:37: Da hast du ja auch was aus dem Plattenregal gezogen Wolfgang.
00:12:41: Was hast du denn für uns zu credenzen?
00:12:44: Also ich habe aktuell ein Riesling von ... Nee, von im Jahr zwanzig... Ah nee!
00:12:49: Moment, das ist gar nicht unser Weinen-Podcast der Andere den wir auch machen.
00:12:54: Ich mag gerade kurz woanders.
00:12:56: Wir sind im Lackenregal in das Jahr neunzehntundsechsenzig gekrochen und haben da mal ein bisschen geguckt nach einem schönen weißen Cover mit einer bezaubernden Lebedee vorne drauf, die da so ein wenig zusammengekauert sitzt.
00:13:07: Und diese Lady ist keine geringere als Thauma Houston!
00:13:11: Eine Session Tür knallt zu... Hang!
00:13:13: Wir sitzen mitten in LA und eine Band spielt gerade den Backtrack für diesen Song ein.
00:13:19: Mitten an einem Vamp geht die Tür zu, warum der Drama lacht?
00:13:22: weil er weiß dass der Groove gleich Diskogeschreibe Geschichte schreiben wird.
00:13:26: So erinnert sich der legendäre James Getzen auch in diesem Song.
00:13:29: Der Drama An dem Moment als Don't Leave Me This Way entstand Gerade erst von uns gegangen.
00:13:36: Im April, am zweiten April, im April ist er gestorben und wenn man so ein bisschen auf Insta- und bei anderen Kanälen große Drama, große Musiker gelesen hat die so über ihn schrieben dann war das immer eine ganz große Lobeshymne für diesen Schlagzeuger.
00:13:51: So ist unsere Episode heute auch sozusagen ein kleines Tribute an den allergrößten bekanntesten Unbekannten in der Geschichte des R&B.
00:13:59: Wir sind also im Jahr siebzig Und wir haben den Song von Thalma Houston Don't leave me this way, ein absoluter Disco Killer würde ich sagen.
00:14:08: Er wurde unsprünglich aber auch für eine ganz andere Sängerin geplant und ganz ursprünglich von einer ganz anderen Band aufgenommen.
00:14:14: Geschrieben wurde er ja von den Philly Soulgirtern Kenneth Gamble und Leon Hough zusammen mit Kerry Gilbert.
00:14:20: Der Song wurde zunächst herausgebracht von Harold Melvin and the Blue Notes Mit einem gewissen Teddy Panda Grass als Liedsänger am Mikrofon.
00:14:29: Der Track erschien als Wohnenstück auf dem Album Wake Up Everybody und das rate ich jedem anzuhören.
00:14:35: Das ist nämlich ein wunderschönes Album, genau zwischen R&B, Soul, Disco & Rare Groove und der Titelsong Wake up everybody später auch von Questlove einige Male gecovert mit verschiedenen anderen Künstlern ist alleine schon sowohl vom Text her also vom Sound her absolut höhrenswert.
00:14:52: Das es am Anfang gar keine USA-Singer gab von diesem Don't leave me the space eben dem geschuldet dass das Album oder sehr guter Songs und Hits war, und man eigentlich gar nicht so richtig wusste ob das was werden kann.
00:15:03: In Europa eine Großbritannien kletterte er aber dann auf Platz fünf!
00:15:07: Und auf einmal dachte sich Gamble in Haft da kann man noch etwas draus machen.
00:15:10: Und sie riefen bei Motown an und sagten ey ihr habt doch da so ne Lady.
00:15:13: die hat auch früher richtig so Soulzeug gemacht und machte Zysko Diana Ross will die den nicht vielleicht singen?
00:15:20: Wolltet ihr ihn nicht.
00:15:21: Motown-Präter sehr produzent.
00:15:22: Herr Davis ein Tamla Urgestaun hörte die Melvin Version of a Hearty.
00:15:27: Er hatte zu dem Zeitpunkt gerade Thermals Album Any Way You Like It in Arbeit und er dachte, das ist genau der Song den ich brauche für die Künstlerin.
00:15:35: Der ließ ihn aufnehmen mit einer Disco-Energie, die damals noch kaum jemand in diesem Maß beherrschte.
00:15:39: Das Ergebnis erschien im Dezember Sechsten Siebzig als Signal auf dem Tumblr Label komplett alles analog und mit Instrumenten eingespielt und energetisch und mit Schub wie kaum ein anderes Song, der zu derzeit bei Motown produziert wurde.
00:15:52: Man hat dafür erst mal ein Sub-Label gewählt, nämlich eben noch Tamla.
00:15:55: Weil man doch sicher nicht so ganz sicher war wie groß das Ding rauskommt... ...war im Disco eigentlich noch gar nicht da!
00:16:01: Bei Regordi fand es gar nicht so gut der Label-Oner dass jetzt auf einmal seine Kernkompetenz Soul Music vorbei sein soll.
00:16:07: aber er war kein dummer Mensch sondern ganz im Gegenteil ein extrem erfolgsorientierter Mensch und hat zugelassen dass man diesen Song also aus Philadelphia nach Detroit holt und in LA erstmal aufnimmt und dann mit Firma fertig macht.
00:16:20: Und später, es hat gar nicht lange gedauert schon eigentlich ab dem Anfang des Jahres siebenundsiebzig da kam der denner mich so richtig raus lief das Ding in den großen Clubs rauf und runter und zwar auf der ganzen Welt.
00:16:33: Wer ist unsere Thermalusen eigentlich?
00:16:35: In nineteen-hundertsechs in Leland, Mississippi geboren wuchs sie in Long Beach auf in Kalifornien.
00:16:40: Ihre Mama war Baumwollpflückerin und Therma Fiend wie sich das dann so gehört in so einer Familienhistorie an mit Gospel bei den Rainhold Singers bevor es die neunzehnteinneunzigzig schon ihr Debüt Album Sunshower auf ABC Dan Hill veröffentlichte produziert von Jimmy Webb dem Mann hinter Witcher Lion Man von By The Time I Get To Phoenix.
00:16:58: Schon damals Klasse ohne Ende.
00:17:00: Sie hatte also das Glück, vom Staat ihre Karriere weg mit echt guten Leuten unterwegs zu sein!
00:17:05: In den vergangenen Jahren haben sie sich auf das Mow-West-Sublabel, neben Tumblr ein weiteres Sublabel verwendet.
00:17:12: Aber die ersten Jahre kommen jetzt hell wahnsinnig zäh!
00:17:14: Keiner wollte ihr richtig Songs auf dem Live schreiben weil eben Motown und so viele andere weibliche Künstler hatte wie Diana Rusty für Erfolg aufgestellt und gebürstet war.
00:17:23: Ihre Schärfse sammelt damals, erreichte gerade mal Platz sixty vier in den R&B Charts.
00:17:27: Motown hat es zwar auf dem Zettel aber der große Moment ließ auf sich warten bis Hell Davis mit genau dieser Idee kam Don't Leave Me Ein unsterbliches Intro.
00:17:37: Ihr werdet euch erinnern fühlen an andere Songs aus dieser Zeit, die Disco sind mit einem ganz sanften Anfang und dann einer vollen Abfahrt.
00:17:45: Das hören wir uns jetzt mal an um dieses Gefühl aufzugreifen.
00:17:48: Und dann gibt es noch ein bisschen weiter Geschichte
00:17:50: zu
00:17:50: dem Ganzen die wunderbare Selma-Usen.
00:23:15: Und diesen Aufbau, der so solig mit der Allgülla reinkommt, James Getzen macht genau zweimal kurz laut wenn er den Break bringt rüber zum Refrain und dann auch in die B auf dem B Teil.
00:23:25: Ansonsten einfach solide hinten alles Fett gespielt was es braucht damit das Ding tight bleibt und einen auf den Dancefloor schiebt.
00:23:32: Kirk, es gibt ganz viele Versionen von dem Song.
00:23:34: Communats natürlich auch noch.
00:23:35: hast du gerade schon im Hintergrund durchspicken lassen das dir ja auch sehr gut gefällt?
00:23:40: was hältst du von dieser Version?
00:23:41: Was sind deine Gedanken zu diesem Song?
00:23:43: Also eine wunderschöne Disco-Übersetzung, die auf dem Dancefloor toll funktioniert und ist schön herausgearbeitet wie sie verschiedenen Parts ineinander greifen.
00:23:54: Diese Pre-Joll-Forie ist da drin und ich kann nur sagen zum Glück hat Diana Ross das abgelehnt weil ich glaube nicht dass sie den Song in der Art & Weise und in der Qualität rüber gebracht hätte obwohl ich sie auch schon ganz großartige Sängerin finde.
00:24:08: aber es ist halt eben nicht ihr Style wirklich fundamental.
00:24:14: tiefen, soligen Gesangstil um eben diese Nuancen heraus zu kitzeln.
00:24:20: Und da sind wir ja bei Teddy Pendergrass auf jeden Fall am Start mit Howard Melvin und The Blue Notes.
00:24:26: Sie schaffen es halt beide das ins Herz zu bringen!
00:24:31: Das ist glaube ich das Besondere, als
00:24:33: es bleibt
00:24:33: nicht auf dieser oberflächlichen Gesangstisko-Ebene wo es darum geht Kraft und Power für den Dancefloor zu erzeugen sondern es ist eben tiefes Herz und tiefe Verbundenheit mit dem Song.
00:24:46: Und das ist das was mich auch oft der Disco-Eben in der Version jetzt hier total begeistert.
00:24:51: Ja, das geht mir ganz genauso.
00:24:52: Die Emotionalität erscheint in vollem Ornat und nimmt einen mit!
00:24:57: Es ist also nicht nur der Beat von James Getzen, von Schlagzeugen seinen congenialen Partnern an Gitarre und Bass sondern eben auch diese wunderbare ja auch sich so aufbäumende Stimme.
00:25:06: Das Album Anywhere You Like It auf dem dieser Song drauf ist insgesamt ganz klar nachweis dafür dass Motorn S auch so richtig wissen wollte zu dem Zeitpunkt Therma Houston weiter nach vorne zu bringen.
00:25:17: Was macht den Song so verdammt?
00:25:18: gut?
00:25:18: Ein bisschen was davon haben wir euch ja schon erzählt.
00:25:20: Aber es ist auch die Crew, die da insgesamt am Start war.
00:25:23: nochmal zurück Hell Davis als Produzent ein Meister der Diskomischung aus Soul Tiefel und Dance Floor Drive.
00:25:30: Und dann kommt natürlich das Four on the floor Arrangement Das gleichzeitig im Radio wie im Club funktioniert.
00:25:36: Der Arranger und Gitarist Art Wright War einer der busiest Session Arrangers in Motown LA.
00:25:41: Er hat unter anderem bei Dancing Machine der Jackson Five arrangiert und war für Dana Ross Auch aktiv.
00:25:47: Das heißt, da war auch die Sound-Aesthetik der Arbeiten, die davor für Diana Ross gemacht haben.
00:25:51: Love Hangover ist sicherlich das entscheidende Stichwort aus dem gleichen Jahr hier.
00:25:54: Da waren natürlich als Adder mit in dieser Studio-Session drin und dann natürlich James Gatzen muss ich jetzt nochmal extra ehren.
00:26:00: Dieser Mann gebürtig in Kansas City groß geworden im Wattsviertel in Los Angeles und mit Charles Wright and the Watts One Hundred and Third Street Rhythm Band richtig groß geworden!
00:26:11: Die Band, die Funkgeschichte geschrieben hat DÖDÖDÜB DÖB DÜDÖB, DÖ-DÜDÜ-DÖ-dÜB... ...Ninzenhundertsiebzig.
00:26:19: Das später eine der wichtigsten Quellen für NWA und andere Hip Hop-Kranken waren.
00:26:24: Und sicherlich auch eines der entscheidenden Drum Sets das man damals aufstellen konnte.
00:26:29: Im Jahr Sechsen-Siebzigerleine spielt Getzen auf Marvin Gayes I WANT YOU Auf Diana Ross' Love Hangover und dann eben auf Don't Leave Me This Way.
00:26:37: Was für ein Jahr stellt euch das mal vor mit was für Leuten ihr da gespielt habt und was für Songs dabei rausgekommen sind?
00:26:43: Henry Davis spielt Bass eindeutig treibend unverwechselbar.
00:26:47: John Barnes saß dem Piano und auch in dieser Orgel, die wir da am Anfang hören.
00:26:51: Die Aufnahme entstand in einem dieser typischen drei Stunden Gewerkschafts-Session wie Getzer selber erzieltet!
00:27:01: Die haben damals genau drei Stunden Zeit bekommen, etwas aufzunehmen und ausgerechnet das war der letzte Song den sie aufnehmen wollten.
00:27:08: Und da kam aber schon der Typ, der das Studium vermietet hat, hat die Tür aufgemeldet gesagt so hey Jungs Feierabend ihr müsst aufhören!
00:27:14: Hat die Tür zugeknallt und das hört man sogar so kurz vor Minute fünf auf der Aufnahme.
00:27:18: also wenn er euch das reintut dann werdet ihr das mitbekommen.
00:27:21: Der Song erreichte am den April, der Billboard Hot-One-Hundert.
00:27:28: Und damit war Thelma Houston die erste Solo-Sängerin bei Motown, die einen Grammy gewinnt – Best Female R&B Vocal Performance!
00:27:36: Aber die tiefergehende Geschichte des Songs beginnt in den Achtzigern... In der LGBTQ oder LGBT-Community wanted and leave me this way zu einem inoffiziellen Anthem für Freunde, die an AIDS gestorben waren.
00:27:47: Der Künstler Nailand Blake verwendete den Titel für eine Arbeit for the American Foundation For AIDS Research Ein Blumenstross mit sichtbaren Wurzeln umhüllt vom Schriftzug des Songs.
00:27:57: Billboard listete ihn unter die siebzig besten LGBTQ Anthems aller Zeiten.
00:28:02: Man hat den mit Bedeutung aufgeladen, aber auch damit nicht wie soll man sagen missbraucht oder irgendwo hingetwegt sondern es war auch zu dem Zeitpunkt schon in den Clubs der Großstädte der Vereinigten Staaten natürlich eine Hymne verschiedener Communities und genau diese sind es, die heute immer noch so aufrecht dastehen und verteidigen was die Minderheiten in unseren Gesellschaften angeht, die aber absolut das ausmachen, dass wir bunt und gut und fortschrittlich und freundlich und liebevoll sind in dieser Welt.
00:28:31: Und ich bin sehr froh darum, dass immer wieder Menschen aufstehen sich solche Gedanken zu machen was ich als heterosexueller Mann einfach nicht so oft tue.
00:28:39: könnte man vielleicht auch noch mal drüber nachdenken.
00:28:41: aber dieses Hochhalten von solchen Fackeln da geht bei mir immer ein besonderer Augenaufschlag drauf.
00:28:46: Larry Levan spielt den Track regelmäßig für sein Clubpublikum und auch bei den Veranstaltungen besonders orientiert die er mit Keith Haring gemacht hat.
00:28:54: zudem Pop-Shop-Events, die dann aber auch im Speziellen auf die schwulen Themen getwistet waren und wo besonders viel Geld für den Kampf gegen die Krankheit AIDS eingesammelt wurde.
00:29:05: Und wer hat sich später an Therma bedient?
00:29:08: Der Song wurde dreiunddreißig Mal gesampelt.
00:29:10: Killer Freeze verwendete Thermas Vocals für Tai Chi, Flashmob sammelte sie für Needin Me, FKJ macht das Zwei-Tausend-Dreizehn nochmal für Lion Together und in den USA starten.
00:29:38: Drei Jahrzehnte, drei Nummer Einsen wenn das man nicht ein unsterblicher Song ist.
00:29:43: Kirk!
00:29:44: Hast du dazu noch irgendwie weitere Gedanken?
00:29:49: Nur hinzuzufügen, dass es wirklich einer der zeitlosesten Anthems ist.
00:29:54: Dies gibt uns die man bitte schön auch spielen soll besonders wegen der inhaltlichen und kontextualen Aufladung.
00:30:02: das finde ich nochmal extra zu betonen dass es da um eine Message geht die verbreitet wird nämlich die message dass wir alle im besten Fall mit Liebe erfüllt durch die Welt gehen.
00:30:18: Mir fällt Brat noch eine Anekdote dazu ein, die will ich noch ganz kurz irgendwie zum Besten geben.
00:30:23: Und zwar entdeckt wurde Firma Houston für Motorn durch eine Frau, die bei Motorn angestellt war.
00:30:28: eigentlich dafür so ein bisschen Dokumentation also ein bisschen ANA zu machen und bisschen Dokumentation zu machen, die noch ganz viele Dokumentations gedreht hat, die sich anzuschauen total lohnt!
00:30:36: Die Frau heißt Susanne de Pazs und sie war schon seit Ende der Siebziger weil sie mit den Supremes Background Singerinnen befreundet war immerso im Theater oder in der Atmosphäre von Motorn Records dann zu so einer Art Kreativassistentin von Barry Gordy hinzugerufen.
00:30:51: Eine unglaublich kreative Frau, Feministin zusammengearbeitet viel mit Annie Labovitz der wunderbaren Fotografin und aktiv in allen möglichen Phasen der afriamerikanischen Musikentwicklung.
00:31:03: Von einer Filmbiografie über die Testingerin Billie Holiday bis zu den Einzelbiografien, die Motown selber in Arbeit gegeben hat über Marvin Gaye, Motown Merry Christmas auch Michael Jackson
00:31:13: usw.,
00:31:14: hat sie das alles sowohl filmisch als auch im Aussuchen und Auffinden von Künstlerkontakten gemacht.
00:31:19: Er hat unglaublich viele Leute identifiziert, die sie mit Motorn assoziiert hat um dann dort gute Kunst und schöne Filme zu machen.
00:31:27: Ich glaube das war's für diese Woche oder?
00:31:29: Körg, noch was?
00:31:30: Ja es bleibt nur so.
00:31:31: Wünschen das ihr alle Liebe erfüllt mit euren nächsten und vielen Freunden im besten Fall den Dancefloor
00:31:39: unsicher macht!
00:31:40: Also wie immer einen guten Tanz wunderbare Musik und ganz viel Liebe Bye bye.